Marillenknödel / Aprikosenknödel

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Ich habe von meiner Schwester eine „Lieferung“ Marillen aus Österreich bekommen. Darauf hatte ich mich schon so gefreut. Dann mussten wir die aber auch verwerten, weil sie ja nicht ewig halten. Erstmal haben wir jede Menge so gegessen. Besonders Spaß machte es den Kindern auch, als wir im Garten saßen und sie die Kerne in einem hohen Bogen ins Beet befördern durften.

Aprikosen

Außerdem habe ich noch Marillenmarmelade und Marillensirup gemacht. Ich friere auch gerne ein paar Marillen ein.
Aber das wichtigste an dem Ganzen sind MARILLENKNÖDEL.

Wenn ich nur dran denke läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Es kommen auch Kindheitserinnerungen auf. Wir Kinder haben uns sehr gefreut, wenn es mittags Marillenknödel mit leckeren Zimtbrösel gab, als wir von der Schule heimkamen. Mama hatte immer ein Haufen von der typisch österreichischen Mehlspeise gekocht. Danke Mami 🙂 ! Automatisch hatten wir mit unseren Brüdern ein Wettessen, wer die meisten Marillenknödel schaffte. Als Beweisstücke hatten wir die Kerne der Marillen am Tellerrand gesammelt.  Ich konnte aber nie mit ihnen mithalten. Bauchweh hatten wir allerdings alle, da keiner aufhören konnte, weil es einfach so lecker geschmeckt hatte.

Und genau dieses Familienrezept von meiner Mama Jahrzehnte erprobt gibt es jetzt:

Umhüllt sind die Marillen mit einem Topfenteig der sehr schnell zubereitet ist und sofort weiterverarbeitet werden kann. Die Marillen können mit einem Stück Würfelzucker gefüllt werden, oder man lässt sie ganz mit Kern. Eine leckere Alternative wäre eine kleine Kugel Marzipan anstatt dem Kern.
Bei uns gibt es immer ganz klassische leicht gesüßte Brösel mit Zimt dazu. Man könnt auch einen Teil der Brösel mit Nüsse ersetzen.
Ich mache ganz gerne doppelte Masse und friere die fertig gedrehten, rohen Marillenknödeln auf einem bemehlen Tablett oder Teller ein. Wenn die durchgefroren sind, kann man sie dann in ein Gefriersackerl umfüllen. Man gibt die noch gefrorenen Knödel dann direkt ins kochende Wasser.

Marillenknödel / Aprikosenknödel

Marillenknödel – Marille umhüllt mit einem einfachen und sehr leckeren Topfenteig

Zutaten
  • ca. 10 Marillen
Topfenteig
  • 250 g Mehl
  • 250 g Topfen (Quark)
  • 30 g Butter weich
  • 1 Ei
  • 1 Dotter (Eigelb)
  • Prise Salz
  • 30 g Zucker
Zimtbrösel
  • Butter
  • Semmelbrösel
  • Zimt
  • Zucker
Anleitungen
  1. Aus Mehl, Topfen, Butter, Ei, Dotter, Salz und Zucker rasch einen Teig kneten. Zu einer Rolle formen.

  2. Marillen entkernen und mit einem Würfelzucker füllen.

  3. Teigstücke abstechen, mit einer Marille füllen und zu einem Knödel formen.(Hände bemehlen)

  4. Knödel in einem leicht gesalzenem, kochendem Wasser geben und ca. 12-15 Minuten sieden. (Knödel müssen oben schwimmen und leicht „tanzen“)

Währenddessen die Brösel vorbereiten:
  1. Dazu die Butter schmelzen, Semmelbrösel, Zimt und Zucker dazugeben und rösten. (Immer wieder umrühren!!)

  2. Die gekochten Knödel aus dem Wasser heben, sofort in die Zimtbrösel wälzen und servieren.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Maggi & Familie

1 Antwort

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  1. […] Österreich essen wir als Mittagessen gerne mal eine Süßspeiße wie zum Beispiel Marillenknödel, Erdäpfelnudeln oder Apfelschlangerl. Die Liste könnte noch ewig weiter gehen. 🙂Heute gibt es […]

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